BRH Südhessen e.V. Hunde retten Menschen.
Die Ausbildung zum Rettungshund

ALLER ANFANG IST SCHWER…

Die Ausbildung zum Rettungshund kann theoretisch jeder gesunde Hund absolvieren.   Vorrausetzung sind hierfür natürlich ein gut funktionierende Nase, Arbeitswillen und körperliche Fitness von Hund und Halter. Ideal zur Ausbildung sind Welpen oder Junghunde, da diese aufgrund ihrer Unbefangenheit ihrer Umwelt gegenüber sehr aufgeschlossen sind und Freude am Lernen haben. Bevor ein Rettungshundeteam überhaupt einsatzfähig ist, werden eine Reihe von Prüfungen durchlaufen. Hier eine (sehr grobe) Auflistung des Werdegangs.

Schritt 2: Die Vorprüfung

ERSTE INTERNE PRÜFUNG

Nach einer Ausbildungszeit von ca. 2-3 Jahren kann ein gut vorbereites Team eine erste staffelinterne Prüfung ablegen. Diese splittet sich wie folgt: -  Gewandtheit bei der Gerätearbeit auf dem Hundeplatz           (je nach Sparte: Tunnel, Fassbrücke, Leiter, Lenken auf Distanz etc.) -         Flächen – oder Trümmersuche unter Prüfungsbedingungen  (hier darf ein Mensch-Hund-Team eigenständig eine Fläche absuchen in der 1-3                 Personen versteckt sind. Hierbei kann es sich bereits um ein fremdes Gebiet mit unbekannten Personen handeln.) -         Theorieteil  für den Hundeführer   (zu den Themen: Einsatztaktik, Orientierung, Funkdisziplin, Erste Hilfe, etc.)

Schritt 3: Die Hauptprüfung Fläche oder Trümmer

DAS TEAM GEHT DIE ERSTE PRÜFUNG AN

Hier bietet sich nun die erste Gelegenheit zu zeigen, was man gelernt hat! Es wird ein Szeanario geschaffen, in dem das Team eigenständig eine Vermisstensuche durchführen kann. In einem fremden Gebiet muss das Team sich ohne Hilfe orientieren, taktisch vorgehen und 1-3 vermisste Menschen finden. Beurteilt wird die Arbeit von einem unabhängigem BRH-Richter. Ist diese Prüfung bestanden, wird das Team für reale Einsätze vorbereitet.  

Schritt 4: Abnahme der Einsatzfähigkeit – der Suchtrupphelfer

ERSTE EINSÄTZE ALS HELFER…

Nach theoretischer und praktischer Weiterbildung wird der Hundeführer zunächst (ohne Hund!) als Suchtrupphelfer ausgebildet. Der Suchtrupphelfer ist eine ausgebildete Einsatzkraft, die ein anderes Rettungshundeteam im Einsatz unterstützt. Er übernimmt in der Regel die Orientierung via GPS / Karte, den Funk (Kommunikation), den Transport von Einsatzmitteln (Erste-Hilfe-Sets, Versorgungsmaterial Hund und HF, ...), die Dokumentation des Einsatzes und vieles mehr. Der Suchtrupphelfer ist unerlässlich für das Rettungshundeteam, denn dieser entlastet von allen Tätigkeiten, die von der eigentlichen Sucharbeit ablenken. Um den Rang als Suchtrupphelfer zu erlangen, muss eine vom Zugführer geleitete  Einsatzüberprüfung bestanden werden. Hier wird dann unter realen Bedingungen gezeigt werden, wie kompetent und belastbar die Einsatzkraft ist. Hierbei ist es wichtig, dass ein gutes Team-Play zwischen Hundeführer, Hund und Suchtrupphelfer stattfindet. Ist diese Hürde genommen, dürfen nun bereits die ersten Einsätze (ohne Hund!) mitgemacht werden.

Schritt 5: Abnahme der Einsatzfähigkeit – das Rettungshundeteam

MIT DEM HUND IN DEN EINSATZ

Ist das Hund-Mensch-Team den Herausforderungen gewachsen, können sie ebenfalls ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen. Dies erfolgt in fremden Gebiet, unter einsatznahen Bedingung und mit unbekannten Vermissten. Unterstützt und beraten wird ein noch junges Team durch einen erfahrenen Suchtrupphelfer. Wird diese Überprüfung bestanden, so darf das Team nun auch gemeinsam in den Einsatz. Je nach Bedarf wird allerdings die „Rolle“ der Einsatzkraft gewechselt, um möglichst starke Teams im Einsatz zu haben  

Schritt 6: Wiederholende Prüfungen, Trainings, Schulungen & Qualitätskontrollen

ALLER ANFANG IS SCHWER…

Natürlich hat man am Ende nicht einfach nur ein „fertiges Team“, sondern die theoretische und praktische Ausbildung wird fortgesetzt, um den Ausbildungsstand zu erhalten oder zu verbessern. Einmal im Jahr muss zusätzlich (pro Sparte) eine erneute Hauptprüfung abgehalten werden, um einsatzfähig zu bleiben. Zusätzlich dazu können  Weiterbildungsmaßnahmen zum Gruppenführer, Zugführer, Ausbilder, Fortbildungen (etc.) innerhalb des BRH- Verbandes besucht werden. Diese sind für BRH-Mitglieder selbstverständlich kostenlos.
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Ihr wollt auch einen Rettungshund?

FÜR DIE ROBUSTEN UNTER DEN LESERN

Gerne dürft ihr euch bei uns melden, wenn ihr ersthaftes Interesse an der Mitarbeit in unserer Staffel habt. ABER: Es sollte jedem bewusst sein, dass die Arbeit in einer Staffel nicht leicht ist. Wir trainieren bei jedem Wetter, rücken zu jeder (!) Uhrzeit in den Einsatz aus und wir arbeiten mehrmals pro Woche mit unseren Hunden und unseren Staffelkollegen. Es kostet viel Zeit, Geld und Nerven -  aber wir könnten uns kein besseres Ehrenamt und Hobby vorstellen, denn wir lieben was wir tun! :)
Schritt 1: Die Begleithundeprüfung

GEHORSAM UND SOZIALVERHALTEN

Hier werden der Grundgehorsam & die Sozialverträglichkeit des Hundes überprüft. Der Gehorsam besteht hauptsächlich aus „Fußlaufen“, „Sitz“, „Platz“ und  „Heranrufen“. Die Sozialverträglichkeit wird in einer Alttagssituation getestet, bei der fremde Hunde, Jogger , Radfahrer, Autos (etc.) zum Einsatz kommen Der Hundeführer muss auch einen sogenannten Sachkundenachweis bestehen.Damit wird das kynologische Grundwissen abgefragt, welches sich jeder gewissenhafte Hundehalter aneignen sollte (z.B.  Zum Thema Krankheit, Körpersprache, Haltung etc.)